One comment on “DA037 In A Row?!

  1. Hallo ihr,

    sehr schöne Diskussion um Star Trek, Zeitlinien und Kontinuität. Da das Thema damit jetzt wieder aktuell ist hab ich ja doch noch mal Gelegenheit die Anmerkungen aus meiner Mail weiter auszuführen. 😉

    Zunächst mal geb ich Dirk weitestgehend Recht. Ich bin auch Alt-Trekkie und irgendwie hat Abrams das ST-Universum, mit dem man aufgewachsen ist, schon so ein bisschen kaputt gemacht … oder sagen wir besser: es abgeschlossen.

    In-Story (oder was wäre das korrekte Äquivalent von “ingame”?) gesehen: Mit den Zeitlinien ist es in Star Trek wie eigentlich fast überall in Filmen und Serien: Es gibt nur ein Universum (das Spiegeluniversum mal ausgenommen, das hat nichts mit Zeitreisen zu tun). Veränderungen in der Vergangenheit verändern auch die Zukunft und diese Veränderungen breiten sich wellenartig aus. Das wurde auch gelegentlich genau so erklärt. Damit ist alles (bis auf die letzte Serie “Enterprise”) quasi nie passiert.

    Aus erzählerischer Sicht macht diese Form für Zeitreisen für mich viel Sinn: warum sollte man sonst in die Vergangenheit reisen? Es ist doch gerade immer *die* Motivation (egal ob in Zurück in die Zukunft, X-Men, Terminator usw.) für den Zeitreisenden seine Zeit, aus der er gekommen ist, zu seinem Vorteil zu verändern. Warum fliegt Picard den Borg in First Contact hinterher, wenn seine Welt davon unbeeinflusst bleiben würde? Warum schickt Skynet Terminatoren in die Vergangenheit, wenn es damit nicht den Krieg in seinem Universum gewinnen könnte?
    Das einzige Mal an das ich mich erinnern kann, wenn ich mich jetzt nicht völlig täusche, wo explizit gesagt wurde das Änderungen in der Vergangenheit sich nicht auf die Zukunft auswirken (zumindest auf die Zukunft von der der Zeitreisende her kam) war bei Time Trax. Falls das noch irgendwer kennt. 😉

    Out-Of-Story gesehen ist es einfach so das durch den Reboot von Abrams nun eindeutig klar ist das es keine Geschichten mehr aus dem ST-Universum geben wird, das wir kannten. Kein Data oder Picard mehr, keine DS9- oder Voyager-Verfilmung … Irgendwo hat man zwar schon länger geahnt das damit Schluss sein wird, allein schon weil die Darsteller nicht mehr jünger werden, aber mit Abrams war es besiegelt und jede Hoffnung begraben.

    Und nein, das wirft mich jetzt nicht in eine Lebenskrise ;), und ja, die alten Filme und Serien hat man immer noch (die HD-Aufbereitung von TNG ist z.B. erstklassig), aber schade ist es halt schon. Ich hätte gern noch einen Film mit Picard gesehen.

    Was ich aber eigentlich recht charmant an Abrams Reboot-Variante finde ist das sie bewusst den Eindruck erwecken das die Zeitlinie sich von allein wieder zu ihrem “natürlichen Verlauf” bewegt. Das durch eine Häufung scheinbarer Zufälle sich am Ende doch alles recht ähnlich entwickelt wie es eigentlich gewesen wäre. Damit könnte sich diese “Anomalie” mit der Zeit auswachsen und TNG & Co. doch wieder passieren … mit nur ein paar kleinen Abweichungen.

    Eine alternative Lösung wäre auch das Daniels mit der Enterprise J kommt und alles wieder repariert ;). Die technischen Mittel und genug Abstand auf der Zeitlinie hat er. Einen Film über die J fänd ich sowieso super, aber ich glaub das wäre dann doch zu abstrus fürs Kino.

    Ihr habt auch recht wenn ihr sagt das die Filme nicht mehr für uns gemacht sind. Das hab ich schon bei Star Wars 1-3 deutlich gemerkt und das merk ich auch jetzt bei Star Trek. Wobei ich den ersten Star-Trek-Film noch ganz gut fand. Besonders die Crew war super getroffen, der Humor gut und ich mag die realistische Darstellung der Technik. Über die Lensflares und die eine oder andere technische Sinnlosigkeit konnte ich dann doch hinwegsehen. Der Film hat einfach Spaß gemacht. Den zweiten Film fand ich dagegen ganz furchtbar. Aber ich will nicht wieder damit anfangen. 😉

    Soweit zu Star Trek. In der nächsten Folge wird es sicher, und zu Recht, erst mal um den CSE gehen. Da hat man ja schon einiges über Twitter mitbekommen und ich freu mich schon auf den Bericht.

    Aber vielleicht als Themenvorschlag für später: eine Besprechung von Snowpiercer würde mich interessieren. Wie würdet ihr den Film einordnen? Kennt ihr das Comic und könnt das vergleichen?
    Ohne das Comic zu kennen fand ich den Film ganz gut. Er hätte Potential für mehr gehabt, man merkt das das Budget knapp war, aber trotzdem ist er recht gut gelungen. Die Schauspieler sind Klasse und die Geschichte gibt doch mehr her als ich erst dachte. Außerdem mag ich die koreanische Einflüsse. Nur das Ende fand ich etwas seltsam … das war für mich nicht so ganz nachvollziehbar.

    Und ich weiß nicht ob ihr so etwas besprechen wollt, aber mich würde auch das Thema Videoportale interessieren. Da mir mit der Zeit auch die Kinobegleitungen ausgegangen sind, der häufige 3D-Zwang nervt und es sich meiner Meinung einfach nicht mehr lohnt ins Kino zu gehen, würde es mich schon reizen aktuelle Filme einfach zuhause sehen zu können. Seht ihr solche On-Demand-Streaming-Portale als Alternative?

    Ich hab bisher leider den Eindruck das die Portale alle nur das gleiche langweilige Blockbuster-Angebot haben und wirklich interessante Filmen wie eben z.B. Snowpiercer bietet keiner an. Außerdem find ich es unverschämt teuer. Um die 8 € für einmal angucken find ich auch für einen aktuellen Film zu viel. Selbst bei alten Filmen werden gern 4-5 € verlangt.

    Grüße
    André

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