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All posts by dirk

An und für sich mag ich Apple ja schon gerne. Auch wenn ich mich aufgrund von Apples restriktivem Gebaren vor längerem von meinem iPhone getrennt habe (und nach wie vor äußerst glücklich über diesen Schritt bin), mein MacBook würde ich nur sehr schweren Herzens eintauschen wollen – ich bin also mit Sicherheit kein apfelverteufelnder Windows- oder Android-Fanboy der Apple-Produkte generisch ablehnt. Dennoch, nach dem Update auf iOS 8.1 hat die Apple-eigene Podcast-App unsere Folgen zwar im Stream abgespielt, sobald der Download auf das eigene Gerät abgeschlossen war diese allerdings nicht mehr erkannt. Nach mehrstündiger Fehlersuche konnte ich das Problem auf unseren Feed eingrenzen, dem zwar sämtliche Validatoren die ich gefunden haben bescheinigt hatten er sei völlig in Ordnung, aber scheinbar schluckt die Podcast-App einige der übergebenen Argumente nicht, mit denen wir die Downloadzahlen hätten tracken können.

Das Problem haben wir behoben, indem wir das Download-Tracking abgestellt haben. Für unsere Hörer ist damit wieder alles in Butter, für uns kein riesiger Verlust, weil wir nichts verloren hätten was wir vorher gehabt hätten, dennoch ein wenig ärgerlich. Aber nachdem wir natürlich nur das Beste für Euch wollen, zusätzlich ein kleiner Rat an dieser Stelle: Denkt vielleicht mal über eine alternative Podcast-App nach. Soll nicht bevormundend klingen, eher so ein Vorschlag wie in “Es gibt deutlich bessere Browser als den Internet Explorer”. Auch für iOS gibt es verschiedene (kostenfreie) Podcast-Apps, die ihren Job einfach besser machen als die aus Cupertino. Eine haben wir ein wenig angetestet die letzten Tage und können sie Euch ans Herz legen: Overcast. Gibt es hier in iTunes. Und derweil uns natürlich auch wieder.

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Metropolis7Das Alles ist auf einen neuen Server umgezogen. Schneller, und vor allem leichter zu warten. Der Umzug ist soweit ich sehen kann ohne Probleme über die Bühne gegangen, lediglich die Beitragskategorien und Tags sind dem Transfer zum Opfer gefallen. Solltet Ihr darüber hinaus über Schwierigkeiten stolpern, ich würde mich über eine kurze Nachricht, z.B. als Kommentar auf diese Nachricht, sehr freuen. Ansonsten weiterhin viel Spaß :)…

UPDATE: Scheinbar doch mehr Probleme als gedacht. Entweder der Umzug oder die Migration auf den Podlove Publisher (der wirklich viel Arbeit abnimmt und in Zukunft auch den einen oder anderen Fehler vermeiden sollte) hat scheinbar dazu geführt, dass Apple-Clients anfangen alle Folgen als neu zu betrachten. Tut mir sehr leid für die Umstände!

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The Walking DeadIch war mal kein großer Freund von Zombies, wird Andi bestätigen können – bis heute habe ich eine der Anfangsszenen von 28 Days Later vor Augen, in denen ich im vollen Saal wegen einer Autoalarmanlage vor Schreck an die Decke gesprungen bin und Andi sich scheckig lacht.

Mit The Walking Dead kam für mich das, was man wohl als “niedrigschwelligen Einstieg” bezeichnen könnte: Eine meist überschaubare Zahl langsamer bis maximal mittelschneller Zombies, vergleichsweise leicht unschädlich zu machen (schweres Schädel-Hirn-Trauma, sehr klassisch) – aber trotz des Titels der Serie keineswegs deren Kerninhalt. Vielmehr steht im Fokus das Mensch-Sein an sich; die unangenehme Frage, wie fragil die dünne Schicht der Zivilisation in der rauen Welt der Zombieapokalypse wohl sein wird. Nachzusehen, ob die Wohungstür wirklich geschlossen ist, ist nach Zombieangriffen wahrscheinlich normal. Aber nach Walking Dead fange ich an nachzurechen wie lange die Nudelvorräte wohl reichen. Wie lange sie reichen wenn man mit den Nachbarn teilt. Ich überlege, wann ich bereit bin dem Zombie, der einst mein Nachbar war, ohne zu Zögern den Schädel einzuschlagen. Und wann meine persönliche Menschlichkeit nicht nur ausreichend gelähmt ist um mich mit brachialer Gewalt selbst zu verteidigen, sondern meine Nudeln für mich zu behalten.

Nicht unbedingt ein rosa-flauschiges Gedankenspiel, aber eines, das ich ganz allgemein an dergleichen (post-)apokalyptischen Szenarien mag. Im Paradies nett sein kann jeder. The Walking Dead hat mir vor diesem Hintergrund bisher großen Spaß gemacht: Mein Innerstes zu erforschen wieviel Luke in mir steckt, und wieviel Anakin in den dunklen Schatten lauert. Aber jetzt, jetzt ist etwas geschehen. Vor kurzem startete die vierte Staffel von The Walking Dead, und ich hatte mich wirklich gefreut. Die erste Folge gesehen. Die zweite. Und ich bin not amused. Nach dem fulminanten Ende der letzten Staffel scheint die bisherige Handlung erstmal zum Teufel, und wir fangen scheinbar von vorne an: Kleine versprengte Grüppchen, die sich aus verschiedenen Gründen finden oder aus dem Weg gehen müssen, ein paramilitärisch organisierter Haufen zwielichter Gestalten, am Horizont eine letzte Freistätte der Menschheit – wenn sich herausstellt, dass der Governor einen Zwilling hat, wundern würde es mich nicht. Die Teaser-Snippets zur nächsten Folge schrecken mich eher ab als meine Erwartung anzustacheln. Vielleicht ist man mit Sich-vor-sich-selbst-gruseln auch irgendwann durch, aber ich glaube ja schon, dass meinen plötzlichen Mangel an Begeisterung AMC zu verantworten hat.

Ganz aufgegeben habe ich die Hoffnung noch nicht, vielleicht überrascht mich The Walking Dead doch noch und kriegt mich wieder. Aber im Moment entsteht zu sehr der Eindruck eines “Mini-Reboots” um den Einstieg in die Serie zu erleichtern, und für ein derartig langes Luftholen bin ich – überraschenderweise, ich stelle meinen eigenen Anspruch ja gerne mal unter den Scheffel – scheinbar nicht genügsam genug. Vielleicht bin ich doch allmählich reif für The Wire.

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Seit wir vor über einem Jahr mit Das Alles angefangen haben, haben wir ein eigenes Tag für “Musik”. Und obwohl wir beide echt viel Musik hören und einer zudem ein Lexikon auf zwei Beinen ist (ratet mal), haben wir noch nie irgendwas diesbezüglich gemacht. Leider ändert sich das auch heute nicht. Aber ich bin über zwei andere gestolpert, die das tun: Olivia und Connie. Die zwei leben irgendwo in der Gegend um Columbus, Ohio, und interviewen Bands die durch die Gegend touren.

Hier ist ihr aktuellstes Interview mit Tom Araya von Slayer, ca. 100 mehr gibt es auf kidsinterviewbands.com.

 

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792px-Planetoid_crashing_into_primordial_EarthAuf der Liste der Dinge die nicht passieren dürfen steht ein Servercrash für jemanden, der beruflich damit umgeht ganz weit oben. Ebenso wie das Versagen des Backup-Scripts, das lange genug funktioniert um einen in Sicherheit zu wiegen und kurze Zeit nach Erlangung dieses Vertrauens den Geist aufgibt.

Meine Damen und Herren, verehrtes Publikum: Das Alles ist kaputt. Zerstört. Dahingerafft. Das alles Alles?! Nicht ganz. Die ersten zehn Folgen haben überlebt. Der Rest ist unrettbar verloren. Sorgfältig recherchierte Shownotes , geniale Aphorismen, spannende Diskussionen.

Grund zum Jammern. Grund zum Wehklagen. Definitiv Grund zu Fluchen wie ein Rohrspatz. Aber aufzugeben? Niemals! Close the world, Open the nExt. Mögen die karg rekonstruierten Ruinen der vergangenen Monate kommenden Podcaster-Generationen ein Mahnmal für vernünftige Backup-Strategien sein!

2014 wird ein gutes Jahr.

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BATMANERDEEINS_295

Ich würde mich nicht als absoluten Batman Experten bezeichnen. Es gibt größere Fans als mich. Ich habe die Filme gesehen (von Burton, Schumacher und Nolan), ich bin mit der TV-Serie aus den 1960ern aufgewachsen (und mag sie immer noch), ich habe die Zeichentrick-Serie aus den 1990ern verehrt und ich habe auch den ein oder anderen Comic gelesen. In meiner Kindheit eher ungezielt, später dann bestimmte Geschichten, um die man als interessierter Comicleser kaum herumkommt (The Dark Knight Returns / Batman Year One / Arkham Asylum), wenn man Superhelden nicht komplett ignoriert. Batman ist sicher der Superheld, der mich noch am ehesten interessiert. Ich habe allerdings kein Interesse, fortlaufende Heftserien über ihn zu lesen, ausufernde Crossover oder mir  jahrzehntelange Continuity anzueignen. Ich mag die Figur und lasse mir gerne einzelne Geschichten mit ihr erzählen. Das ist ja im Grunde auch was die Filme machen und was sie so erfolgreich werden ließ. Bekannte Helden in einzelnen, abgeschlossenen Abenteuern, in zwei Stunden konsumierbar. Nun führt der große Erfolg der Filme (zuletzt die Batman Trilogie von Christopher Nolan) aber nur bedingt dazu, dass all die Filmeschauer auch zu Comiclesern werden. Ein Hinderungsgrund ist besagte Endlosigkeit der Serien und der erschwerte Einstieg durch die lange Vorgeschichte.

Um interessierten Neulesern etwas zu bieten, hat der amerikanische Verlag DC COMICS vor wenigen Jahren die Reihe EARTH ONE gestartet. Hierbei handelt es sich um Neuinterpretationen bekannter Helden in abgeschlossenen Bänden, in der heutigen Zeit angesiedelte Geschichten, welche die Entstehung und ersten Abenteuer des jeweiligen Helden auf modernisierte Art und Weise für ein breites Publikum erzählen. Den Auftakt bildete 2010 SUPERMAN: EARTH ONE von J. Michael Straczynski und Shane Davis (ein zweiter Band ist in Arbeit), 2012 folgte dann BATMAN: EARTH ONE von Geoff Johns und Gary Frank. Beide Bände sind jetzt auch auf Deutsch bei PANINI erschienen.

BATMAN: EARTH ONE erzählt in ineinander verwobenen Erzählsträngen die Geschichte von Batmans Herkunft und sein erstes Abenteuer. Es geht um den Mord an Bruce Waynes Eltern und wie der Sohn die Identität eines maskierten Rächers annimmt, um den Mord an seinen Eltern aufzuklären und zu sühnen. Der Leser erlebt Bruce Wayne an verschiedenen Punkten des Aufwachsens, diese sind aber nur eingestreut in die Haupthandlung des ersten Auftretens des dunklen Ritters im Moloch Gotham City. Die Stadt ist verkommen und korrupt, die Polizei ebenso und Oswald Cobblepot (sonst auch bekannt als Der Pinguin) ist Bürgermeister. Gegen ihn wollte Bruce Waynes Vater vor seinem Tod in der Bürgermeisterwahl antreten. Daher vermutet Bruce Wayne eine Beteiligung Cobblepots am Mord an seinen Eltern. Zunächst ist Batman noch nicht  sehr geübt im nächtlichen Kampf gegen Verbrecher und muss so einiges einstecken. Im Laufe der Geschichte wird er mehr und mehr zu einem ernstzunehmenden Verbrechensbekämpfer. Bei seinen Nachforschungen kommt er auch noch einem Fall verschwundener junger Mädchen auf die Spur. Einige bekannte Figuren aus dem Batman Kosmos haben größere oder kleinere Auftritte: Alfred Pennyworth (in einer kämpferischeren Rolle als gewohnt), James Gordon und seine Tochter Barbara, Harvey Dent, Lucius Fox und auf der letzten Seite ein weiterer Bösewicht, der in einem folgenden Band eine Rolle spielen könnte.

Man kann sich immer die Frage stellen, inwiefern Entstehungsgeschichten bekannter Helden noch interessant oder überhaupt von Nöten sind. Gerade Figuren wie Superman und Batman sind weitestgehend bekannt. Ihre Hintergründe müssen nicht mehr ständig wiederholt werden, man kann ihren Abenteuern auch folgen ohne zu wissen, wie sie aufgewachsen sind. Die Zeit oder die Seiten, die dafür aufgewendet werden, könnten sinnvoller in die eigentliche Handlung investiert werden. Im Falle von BATMAN: EARTH ONE ist diese Origin Story recht angenehm im Hintergrund gehalten und verteilt in die Haupthandlung eingestreut. Trotzdem bleibt der Eindruck, dieser Teil wäre nicht nötig gewesen und die Haupthandlung hätte mehr Tiefe und weniger Gastauftritte vertragen. Die Zeichungen sind gut, Gary Frank kann den Figuren Emotion verleihen und auch Action gekonnt darstellen. Was bleibt ist also kein schlechtes Buch, aber auch kein erfüllendes Leseerlebnis. Ich denke, es gibt bessere Batman Comics, auch für Einsteiger. Vielleicht ist dieser Band für Leser geeignet, die noch weniger von Batman kennen als ich.

 

Links:

Batman: Erde Eins (Panini Comics), €16,95, Softcover

Batman: Earth One (DC Comics)

Superman: Erde Eins (Panini Comics), €16,95, Softcover

Superman: Earth One (DC Comics)

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The Amazing Xylophone YellyfishGefühlt ein halbes Jahr dürfte zwischen unserem ersten bierseligen Gespräch übers Podcasten im Großen, Ganzen und Allgemeinen und der jetzigen Veröffentlichung liegen. Zahlreiche Simpeleien über Hardware, Webseite, Technik, Inhalt – das erste, was klar war, war der Name. Irgendwann haben sich Andi und Vernunft verbündet und die Diskussion gewonnen, ob wir gleich Profiequipment brauchen, oder ob wir erst einmal mit Lowbudget an den Start gehen, womit dann zumindest die technischen Voraussetzungen geschaffen waren.

Aber das war dann auch noch nicht so ganz das alles. Die Logodebatte hätte um Haaresbreite dazu geführt, dass der Podcast statt das Das Alles “The Xylophone Jellyfish” geheißen hätte. Hätte mir gefallen, habe sogar einen Comic dazu gezeichnet, aber auch hier hat sich Andi mit Unterstützung durchgesetzt.

Jetzt ist es soweit. Webseite, Logo, alles steht, die ersten Ergebnisse (und definitiv ausreichend Material für eine eigene Outtake-Show) liegen auf Platte. Die ersten zwei Folgen stehen online, im Moment sind wir in der iTunes-Review-Pipeline, die ersten wohlwollenden Retweets verhelfen uns hoffentlich ein wenig zur Erhöhung der Laufkundschaft. Solltet Ihr dazu gehören – feel free to commentate!

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